27 Apr
2011
Posted in: Klappe | der Dramaworks Blog
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„Wenn plötzlich gar nichts mehr geht…“

Diesen Monat befassen wir uns mit der Schreibblockade und stellen uns die Frage wie und ob man ihr Herr werden kann?

Fangen wir mit der guten Nachricht an. Jeder Autor kennt sie und hat das eine oder andere Mal schon darunter gelitten: die Schreibblockade. Sie sind also nicht allein! Und nun die schlechte Nachricht: dagegen ist kein Kraut gewachsen.

Aber kein Grund zur Panik. Wenn es auch kein Patentrezept gegen Schreibblockaden gibt, so gibt es doch einige hilfreiche Tipps, die den Umgang mit der Situation erleichtern oder den Knoten sogar lösen können.

Erste Regel. Ruhig Blut! Wenn Sie merken, dass Sie Ihre Kreativität und Schreibfreude verlässt, verfallen Sie nicht in Panik. Sicherlich ist die Situation eine unerfreuliche, aber Angst macht die Sache nur noch schlimmer. Akzeptieren Sie Ihre Schreibhemmung, nehmen Sie sie als gegeben hin. Versuchen Sie Abliefertermine und Deadlines so weit als möglich aus ihrem Gedächtnis zu streichen. Vermeiden Sie jegliche Gedanken, die den Druck noch erhöhen.

Zweite Regel: Fragen Sie sich, ob es wirklich an Ihnen liegt oder vielleicht doch an der Geschichte, an der sie gerade arbeiten. Falls es an der Geschichte liegen sollte, dann gönnen Sie sich eine Auszeit von dieser Geschichte und widmen Sie sich kurzzeitig anderen Projekten. Das wirkt manchmal Wunder.

Sie haben kein anderes Projekt? Okay, dann denken Sie nicht nach. Schreiben sie einfach so gegen die Blockade an, ignorieren Sie sie. Wie das gehen soll? Schreiben sie einfach irgendetwas, auch mit dem Wissen, dass sie es gleich am nächsten Tag in den Müll werfen werden. So idiotisch es Ihnen auch erscheinen mag, so hilfreich kann  es manchmal sein. Vielleicht liegt ja gerade in dem Wirrwarr und Nonsens, den sie da zu Papier bzw. auf den Bildschirm bringen irgendwo die Idee begraben, auf die Sie nie gekommen wären, wenn sie angestrengt nachgedacht hätten.

Dritte Regel: Sie können’s nicht lassen? Na schön, denken Sie nach. Aber bitte nicht an Ihrem Schreibtisch. Putzen sie dabei die Wohnung, gehen Sie einkaufen, spazieren oder ins Kino. Tun Sie was Ihnen Spaß macht und lassen Sie dabei den Gedanken ihren freien Lauf. Bloß nicht grübeln.

Vierte Regel: Nehmen Sie’s mit Humor. So schwer es sein mag, treten Sie mal einen Schritt neben sich, stellen Sie sich vor, dass dieser Autor, der da nun vor ihnen steht, sitz, liegt oder hockt, der Held einer ihrer Geschichten ist, am besten einer Komödie. Sehen Sie ihre Blockade nicht als das Ende, sondern als den Beginn des ersten Aktes. Da kommt noch was. Ganz sicher.

Und wenn das alles nicht hilft? Dann warten Sie einfach ab. Keine Blockade hält ewig an. Sicher ist nur, je mehr Sie sich darauf konzentrieren, umso schlimmer wird sie.

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